Melchior Magazin | Geliebt und gebrochen
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Geliebt und gebrochen

„Ich bin da und jederzeit bereit.“ Mein Handy klingelt mich erfolgreich aus einem Tagtraum heraus. Absender der Skype-Message: Audrey Assad. Etwas flau im Magen fasse ich den mutigen Entschluss, sie anzurufen und packe mein bestes Englisch aus. Doch bevor ich noch auf das Feld mit dem grünen Hörer klicken kann, kommt wieder eine Nachricht rein: Ihr Baby ist müde und muss dringend ein Nickerchen machen. Zwanzig Minuten später ruft sie schließlich zurück und wir plaudern wie zwei alte Freundinnen über den (nicht vorhandenen) Schlafrhythmus Neugeborener.

Das Gespräch mit der Musikerin Audrey Assad über Pornografie-Abhängigkeit, Identität und Neuanfang ist im März 2018 in der Ausgabe Nr. 8 erschienen. Melchior erscheint zweimal im Jahr. Bestell dir hier die aktuelle Melchior Ausgabe zum Kennenlernen.

„Hi there“, klingt es durch die kleinen, verstaubten Lautsprecher meines Notebooks. Trotz der 7951 Kilometer, 14 Flugstunden und 718 Euro, die uns trennen, sitzt Audrey Assad dank eines modernen Internettelefonie-Programms nun in meinem Wohnzimmer. Sie zählt jedenfalls zu den willkommenen Gästen, denke ich mir, und lege mir mit meinen leicht zittrigen Händen meine Fragezettel schön zurecht. In ihrer Stimme fällt mir ein warmer Ton auf, begleitet von etwas Mütterlichem und sehr Schlichtem.

Audrey erblickte am 1. Juli 1983 als Tochter einer US-Amerikanerin und eines syrischen Flüchtlings das Licht der Welt. Ronald Reagan war zurzeit Präsident und während ihrer ersten Atemzüge dröhnte aus den Lautsprechern der Radios mit höchster Wahrscheinlichkeit der passende Song „Every breath you take“ oder „What a feeling“. Die folgenden Jahre werden durch die Zugehörigkeit ihrer Familie zu einer fundamentalistischen evangelikalen Gemeinde geprägt. Und durch ein Klavier, das sie fasziniert, seit sie zwei Jahre alt ist. Ihr kindliches Selbst beschreibt sie als verängstigt und sie erzählt von unzähligen Albträumen über Insekten und Spinnen oder durchwachten Nächten. Ein Kind mit einem regen Innenleben, das im Laufe der Jahre allerdings auch immer besser lernt, dieses Innenleben abzuschirmen und eine Maske zu tragen. Sich selbst zu bewahrheiten in einer Welt, die oft nicht bereit ist, zu sehen, was unter der Oberfläche liegt. Gleichzeitig halten Ängste und Zwänge Einzug in ihr Leben.

An einem ganz gewöhnlichen Tag, als Audrey fünfzehn Jahre alt ist und im Keller des Familienhauses fernsehen möchte, zappt sie durch die Programme. An einem bleibt sie schließlich hängen. Sie hat ein komisches Gefühl im Magen, kann das, was am Bildschirm abgeht, nicht einordnen, aber sie sieht hin. Und hört so schnell auch nicht mehr auf. Seit diesem Moment geht sie täglich in den Keller und nimmt sich vor, niemandem davon zu erzählen. Vorerst.

„So sah mein erster Kontakt mit Sex aus. Ich hatte keine Ahnung davon. Meine Eltern klärten mich nicht auf und sie nahmen mich aus der Aufklärungsklasse in der Schule raus. Ich konnte überhaupt nicht einordnen, was ich sah.“ 

Der „Ausrutscher“ an diesem normalen Nachmittag wird bald zur Gewohnheit und die Gewohnheit zum Zwang. Während Pornografie in manchen Medien sogar empfohlen wird, um das eigene Sexleben „aufzupeppen“ und Jugendlichen nahegelegt wird, um sexuelle Erfahrungen zu machen, fängt Audrey an, mit sich und ihrem neuen Hobby zu hadern.

„Nichts ist ganz schwarz-weiß, aber während Sex etwas total Natürliches ist, kann ich das von der Pornografie nicht behaupten. Es ist nicht natürlich, Menschen dabei zuzusehen, und ich glaube, dass es langzeitlich gesehen einen sehr negativen Einfluss auf unsere Psyche ausübt. Pornografie ist voyeuristisch und meistens sehr frauenfeindlich. Wenn man tagein und tagaus diese Inhalte aufnimmt, formen sie einen. So formten sie meine Vorstellungen, wie Sex sein soll, wie Frauen behandelt werden sollten, wie sie auszusehen haben. In einer Weise bestätigte das auch schon einige meiner vorhandenen Ideen von Weiblichkeit. Zum Beispiel, dass Frauen machtlos sind. Vielleicht fühlte ich mich darin sogar zuhause, weil es in meiner Weltanschauung Sinn machte. Indirekt wurde auch mein Sozialleben beeinflusst: Ich baute eine schön gepflegte Fassade auf, um sicherzugehen, dass niemand merkte, was los war. Aus mir wurde ein sehr voreingenommener, harscher Mensch, was daher kam, dass ich die echte Person, die ich war, verleugnete. Wenn jemand so mit anderen umgeht, bedeutet es meistens, dass er selbst sehr zu kämpfen hat. Eine Freundin von mir wurde mit sechzehn schwanger und ich war unglaublich enttäuscht von ihr, während ich mir jeden Tag wie ferngesteuert die Pornografie reinzog. So handeln wir Menschen manchmal.“

I’M FINDING WHAT I’VE COVERED AND HOLDING IT UP TO THE MORNING LIGHT
I’M OPENING MY LIFE A LITTLE AT A TIME AND IT’S ALL RIGHT
CAUSE IT TAKES TIME, IT TAKES TIME TO COME CLEAN
YEAH, AND I KNOW IT’S TIME, IT’S TIME TO COME CLEAN
I’M PICKING UP THE PIECES
AND I PUT THEM WHERE THEY GO
BUT WHERE DO THEY GO?
WHERE DO THEY GO?
DOES ANYTHING IN ME KNOW?

Audreys frühe Kindheit könnte man als behütet bezeichnen, vielleicht etwas zu behütet. Auf jeden Fall gab es Dinge, die sie heute kritisch betrachtet. Ihre Familienkultur, der Lebensstil ihrer Eltern, die Vorstellungen und Grundsätze, die sie vermittelt bekam und ihr Leben von Grund auf prägten, enthielten Elemente, die es einem heranwachsenden Mädchen nicht allzu leicht machen sollten. „Die meiste Zeit meines Lebens nahm ich meinen Körper als schlecht, befleckt und gefährlich wahr“, schreibt Audrey auf ihrem Blog. Frauen hatten zu schweigen und sich zurückzuhalten, Sex durfte nicht zum Thema gemacht werden. Das war auch der Grund, warum sie keine Notwendigkeit darin sah, ehrlich mit ihrer Sucht umzugehen. Sex war sowieso tabu.

Eine Barna-Studie besagt, dass 56 Prozent der Frauen unter 25 Jahren gelegentlich zu pornografischem Material greifen. 18 Prozent davon wöchentlich. Zahlen, von denen Audrey damals keine Ahnung hatte. In ihrem Umfeld galt Pornografie als rein „männliches Problem“. Mit der einzig logischen Schlussfolgerung, dass es sich bei ihr wohl um eine Laune der Natur handeln musste. Etwas Abnormales.

„Die Abhängigkeit führte mich immer mehr in die Scham und somit in die Einsamkeit hinein. Dabei ist es wichtig, zwischen Schuld und Scham zu unterscheiden. Schuld bedeutet: Ich weiß, ich habe etwas Falsches gemacht und ich möchte es wieder gut machen. Sie ist gesund und wir sollten sie alle spüren, wenn wir etwas gegen unser Gewissen machen. Scham hingegen sagt: Du BIST schlecht. Sie ist eine beständige, zerstörende Wahrnehmung deiner Identität und deiner Existenz als etwas Unwürdiges. Ich hatte das Bild von mir, dass ich nicht würdig bin, geliebt zu werden – von anderen Menschen oder von Gott selbst. Die Scham bleibt, lange noch nachdem das Verhalten, das sie in erster Instanz hervorgerufen hatte, beendet wurde. Ich glaube, viele unter uns haben eine Beziehung zu Gott, die in der Scham begründet ist. Für mich war Gott einer, der mit einer Peitsche in der Ecke steht und wartet, dass du einen Fehler machst. Mit der echten Botschaft, die Gott für die Menschheit hat, hatte das definitiv nichts zu tun.“

Audreys Stimme ist noch immer so ruhig und gelassen, wie zu Beginn, als wir über die Schlafzeiten ihres Babys redeten. Was sie sagt, fühlt sich aber so schwer wie zehn Containerschiffe an. Es fühlt sich nach Hoffnungslosigkeit und Selbstaufgabe an. Und doch kommt irgendwann – oder besser gesagt, als sie neunzehn Jahre alt ist – etwas, was man wie einen Wendepunkt betrachten könnte.

„Ich las ein Buch, das vom Gleichnis des Weinstocks und der Reben erzählte. Das war der Punkt, als ich zum ersten Mal realisierte, was es bedeutete, wenn Gott der Weinstock und ich eine Rebe bin. Ich verstand, dass ich nicht durch und durch böse sein konnte, weil ich mit Gott selbst verbunden war. Ich hatte wieder einen Wert, eine Würde. Ich wurde eingeladen, mich lieben zu lassen. Und auch wenn ich nicht behaupten kann, dass heute alles perfekt ist und ich nicht mehr mit selbstzerstörerischen Gedanken zu kämpfen habe, kann ich doch sagen, dass sie mein Leben heute nicht mehr bestimmen.“

Gleichzeitig beginnt Audrey Assad, Lieder zu schreiben. Lieder, die von Sehnsucht und Ruhelosigkeit singen. Da ist ein Blinder auf der Suche, ein Heimatloser, der sich nach einem Zuhause sehnt. Es werden Fragen gestellt und Entschlüsse gefasst. Es wird gelitten und gehofft und vertraut. Ihre Musik ist keine Flucht von etwas, sondern die Flucht hinein in einen Zustand der inneren Freiheit, erklärt Audrey. Sie ist eine Chance, endlich weg vom ewigen Analysieren, Grübeln und Sich-Sorgen zu kommen. Sie wird einfach erlebt. Worte zu singen, die von der Musik an einen Ort getragen werden, der jenseits alles Sagbarem liegt. Das ist der Kern der Sache.

Meine Gedanken schweifen etwas ab, ziehen an Weinstöcken, Reben und Gott vorbei und landen schließlich bei Audreys neuestem Album. Da war doch irgendetwas Ähnliches, über einen Baum. Genauer gesagt „the tree of life“. Es stellt sich heraus: In der jüdischen Tradition handelt es sich dabei um den immergrünen und früchtetragenden Maulbeerfeigenbaum. Ein Bild, das Audrey seither begleitet und leitet. Die Art, wie Bäume mit der Erde verbunden sind und Früchte tragen, hat etwas Geheimnisvolles für sie. Und so kam es auch zum Titel ihres neuesten Albums. „Evergreen“ – immergrün.

GOD ON A CROSS – WHO WOULD HAVE THOUGHT IT?
THIS PLACE LOOKS NOTHING LIKE EDEN.
BUT THERE IS NO DEATH HERE IN THE RUINS;
THIS IS THE LAND OF THE BREATHING.
OUT PAST THE FEAR, DOUBT BECOMES WONDER
RIVERS APPEAR AND I’M GOING UNDER.
HERE IN THE WILD, MY HANDS ARE EMPTY
AND YET I’VE HAD ALL I NEEDED
THERE IS NO DROUGHT HERE IN THE DESERT
I’VE FOUND A WATER THAT’S LIVING
OUT PAST THE FEAR, DOUBT BECOMES WONDER
RIVERS APPEAR AND I’M GOING UNDER.
EVERGREEN, EVERGREEN
THE TREE OF LIFE IS EVERGREEN.
EVERGREEN, EVERGREENTHE
TREE OF LIFE IS EVERGREEN.

Das klingt alles sehr schön und gut, aber reichen Geschichten über Weinreben und Bäume aus, um eine echte Abhängigkeit zu überwinden? Sind wir überhaupt wirklich frei, von ihr frei zu werden? Wie war das nochmal mit Botenstoffen und Glückshormonen und dass sich das Gehirn einfach das holt, was es braucht, und davon immer mehr und mehr? Audrey unterbricht unser Gespräch kurz, weil das Baby aufgewacht ist. Aber zum Glück gibt es da noch die Nanny. Ich höre das Tippen einer Tastatur und Audrey murmelt etwas in sich hinein, was sich nach „gib ihr … Fläschchen“ anhört. Unser Gespräch wurde soeben um zumindest ein paar Minuten verlängert und im Wettbewerb mit dem Fläschchen versuche ich, meine übrigen Fragen anzubringen. Aber erst einmal die Sache mit der Abhängigkeit und der Freiheit.

„Das Erste, was ich machte, war, mein Problem mit jemandem zu teilen. Ich ging auf meine drei besten Freundinnen zu und erzählte ihnen von meiner Pornografiesucht. Zu meiner Überraschung erhielt ich von allen dreien die gleiche Antwort: „Unglaublich, aber ich hab das gleiche Problem.“ Ich war so überzeugt, dass ich als Frau allein damit war. Mit einer teilte ich sogar den etwas ungewöhnlichen Zwang, alle unsere Beinhaare einzeln auszuzupfen. Wie bizarr war das? Aber es war so unglaublich heilsam. Das war der erste Schritt: sich öffnen. Die schwere Last nicht allein mit mir herumschleppen zu müssen.“

Die Kraft, die sie dadurch bekam, half schließlich, ihrem Zwang, Pornografie zu konsumieren, endgültig einen Riegel vorzuschieben. Auch wenn die Bilder sie noch für eine lange Zeit begleiteten und sie die Folgen heute noch spürt. In der Beziehung mit sich selbst und mit ihrem Mann. Und weil es nicht bei den drei Freundinnen bleiben sollte, denen sich Audrey anvertraute, fing sie an, öffentliche Vorträge zu halten – so offen und ehrlich wie unser Telefonat. Vor Menschen zu stehen und zu sagen: Ich kämpfe mit einem Problem, aber es definiert mich nicht. Diesen Menschen erzählt sie auch, dass regelmäßige Therapie das Beste war, das sie tun konnte, um mit Themen wie einem negativen Selbstbild, destruktivem Verhalten und Intimitätsproblemen klarzukommen. Sich jemandem anzuvertrauen – seien es Freunde oder Therapeuten – ebnete schließlich auch den Weg zu einer Freiheit, die sie davor nicht kannte.

„Ich bin eine Person, die sehr viel grübelt, wodurch ich schwierigen Aspekten meines Lebens erlaube, die Kontrolle zu übernehmen. Ich habe meine Zwänge, meine inneren Kämpfe und meine Schwächen gehasst und meine Selbstverachtung begrub mich in Schweigen. Freiheit bedeutet für mich, keine Angst zu haben, sich seinen Problemen zu stellen und mit jemandem darüber reden zu können, der einem helfen kann. Mich selbst und meinen innersten Schmerz mit Barmherzigkeit anzusehen und mich mit Dingen zu versorgen, die mir guttun.“

Audrey entscheidet sich, ihrem Körper eine zweite Chance zu geben. Immerhin wird sie ihn so schnell nicht mehr los. Vielleicht ist er es also doch wert, den einen oder anderen positiven Gedanken über ihn zu riskieren. Ihn als Geschenk anzusehen. Ihre ganze Geschichte – das Schöne und Schmerzhafte – passierte in und durch ihn, stellt sie fest. Und selbst wenn unser Körper schon mal fittere Tage gesehen hat, erzählt er uns Dinge. Wie zum Beispiel, was uns gerade richtig guttun würde.

Dass eine Sucht – egal wonach – unfrei macht, ist nachvollziehbar. Man denkt nur mehr an das Eine, kämpft mit Konzentrationsproblemen, vernachlässigt wichtige Lebensbereiche. Auf ihrem Blog schreibt Audrey Assad allerdings auch über ganz andere Dinge, die sie zunehmend einengten, unfrei machten. Mir fällt ein Begriff ins Auge, der mich in den nächsten Tagen vermehrt beschäftigt. Es geht um die „unerträgliche Last der Vergewisserung“. Ich spreche Audrey darauf an und hake nach, was sie damit meint. Und frage mich, ob die Zahl der Stunden, die die Menschheit bisher darin investiert hatte, sich der Dinge zu vergewissern, überhaupt noch existiert. Wollen wir uns nicht alle sicher sein? In der Wissenschaft, Religion, unserer eigenen Weltanschauung?

„Als ein Kind fundamentalistischer Eltern war es wahnsinnig schwierig, mir einzugestehen, dass es Dinge gibt, die ich nicht erklären kann. In meiner Glaubenskultur wurde Zweifel verachtet, als etwas Böses angesehen. Ich fühlte mich so unsicher und verloren. Unsere Sehnsucht nach Gewissheit – so glaube ich – kommt von der tiefsten Angst, dass nichts davon real ist. Zum Beispiel, was uns über die Ursprünge der Menschheit oder das Leben danach gesagt wird. Ich glaube, unterbewusst haben wir alle Angst davor, total falsch zu liegen. Oder wir leben alternativ in Frieden damit, dass es Mysterien gibt – über das Menschliche und Göttliche – die wir niemals belegen können. Ich habe gelernt, in dieser Spannung zu verweilen. An manchen Tagen macht alles, woran ich glaube, keinen Sinn. Aber ich empfinde es nicht mehr als Bedrohung, sondern als Realität der menschlichen Existenz.“

Und sie singt weiter, über Ruinen und deren Daseinsberechtigung. „In the ruins of my heart you preach to the poor“, zitiert sie Thomas Merton in ihrem neuen Song „Deliverer“ mit einer Stimme, die Stärke und Verletzlichkeit auf eine beeindruckende Weise vereint. Ich bekomme eine leise Ahnung davon, dass unsere Brüche diejenigen Stellen in uns sind, durch die das Licht am stärksten scheint.

„Je mehr ich mir bewusst war, wie gebrochen ich bin – auf eine unerschrockene und furchtlose Art und Weise – je mehr ich diese zerbrochenen Teile betrachtete und mich entschied, was mit ihnen passieren sollte, desto mehr konnte ich für andere Menschen da sein, ohne voreingenommen und beurteilend zu sein. Es war mehr Raum da, sie einfach zu lieben.“

IN THE RUINS OF MY HEART, YOU PREACH TO THE POOR
TURNING OVER STONES TO SHOW ME THERE IS MORE
MORE THAN ALL I ASK, MORE THAN I’M LOOKING FOR
IN THE RUINS OF MY HEART

Wo Bäume immergrün sind, wird Zweifel zu Staunen und die Ruinen zum Eckstein neuer Festungen. Audrey sucht und staunt, ohne zu erwarten, sich eines Tages zurücklehnen zu können und alles gefunden zu haben. Vielmehr freut sie sich, im weiten Ozean schwimmen zu dürfen, ohne dabei seine Grenzen entdecken oder darstellen zu müssen. So wie sie ist, geliebt und gebrochen. Des Lichtes wegen.

 JULIA SPIEKERMANN, 27, kommt seit sieben Jahren in den regelmäßigen Genuss von Audrey Assads Liedern und covered auch gern einmal das ein oder andere unter der Dusche. Außerdem liebt sie alles, was mit Kalligrafie und schwedischem Design zu tun hat.

Hol dir die ganze Printausgabe! Einfach hier bestellen zu einem Preis, den du selbst festlegst. Melchior erscheint zweimal im Jahr mit gut 80 Seiten „Auf der Suche nach dem Schönen, Wahren, Guten“.

Audrey Assad,
ist neben ihrer Tätigkeit als Singer Songwriterin auch Autorin, Rednerin und zusammen mit ihrem Ehemann Begründerin ihres eigenen Musiklabels „Fortunate Fall Records“, sowie eine Hälfte der Band „LEVV“. Zusammen mit PledgeMusic veröffentlicht sie Ende Februar ihr brandneues Album „Evergreen“. Assad lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Nashville, Tennessee.

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„Die Abhängigkeit führte mich immer mehr in die Scham und somit in die Einsamkeit hinein.“